Gegen Ende des 19. Jahrhunderts waren die Austernbänke vielerorts hoffnungslos abgefischt. Dadurch reagierte der Markt mit einem aussergewöhnlichen Preisanstieg. Man musste nach neuen Methoden zur Steigerung der Perlenproduktion suchen und so wurden Zuchtfarmen für Perlenaustern angelegt.
Der Japaner Kokichi Mikimoto erstellte in der Gegend Toba Zuchtfarmen um den Bestand der Akoya-Perlenaustern zu erhöhen. Unter Mitwirkung von Kakichi Mitsukuri verbesserte Mikimoto das Verfahren und produzierte Halbperlen. Weiter forschte er intensiv an einem Vorgehen zur Zucht von vollrunden Perlen.
Als Erfinder der Zuchtperle gelten die Japaner Tatsuhei Mise und Tokichi Nishikawa. Sie entwickelten unabhängig voneinander ein spezielles Verfahren indem einer Spender-Auster perlmuttbildendes Mantelgewebe entnommen wurde und zusammen mit einem runden Fremdkörper in die Keimdrüse einer anderen Auster eingepflanzt wurde.