Im Jahre 1899 produzierte Nishikawa erstmals vollrunde Perlen, fünf Jahre später auch Mise. 1905 führte auch Mikimotos Methode zum Erfolg, sie war jedoch in der Praxis zu aufwendig, weshalb er auch auf die Methode von Mise und Nishikawa wechselte. Im Laufe der Jahre wurde die Methode noch perfektioniert, es ist auch heute noch immer das allgemein angewandte Operationsverfahren zur Herstellung der Zuchtperlen.
Als Mikimoto 1920 in Paris runde Zuchtperlen vorstellte wurde dem Handel die aufkommende Gefahr von Zuchtperlen bewusst. Gezüchtete Perlen waren grösser und schöner und die Produktion günstiger als die Perlenfischerei für Naturperlen. Es kam zu einem aufsehenerregenden Gerichtsprozess um die Zuchtperle. Es wurde bescheinigt, dass Zuchtperlen abgesehen vom Perlmuttkern aus derselben Substanz bestehen wie Naturperlen. Als Unterscheidung dürfen gezüchtete Perlen lediglich Zuchtperlen genannt werden.
Die klassische Akoya-Zuchtperle eroberte nach dem zweiten Weltkrieg die Märkte Nordamerikas, Europas und danach in der ganzen Welt. Das Angebot hat sich mit neuen Züchtungen erweitert. In Australien begann man 1956 in der grossen Südsee-Perlenauster zu züchten. Ein lange gehegter Wunschtraum für Perlenliebhaber erfüllte sich in den siebziger Jahren mit der Züchtung von schwarzen Südseeperlen aus Polynesien.