Die Mythen des Orients übernahmen die Griechen. Sie schrieben die Schöpfung der Perlen dem Tau des Mondes zu. Während die Austern auf der Meeresoberfläche schwimmen, dringt er in der Nacht in die geöffneten Austern ein. Aber auch ein Blitz, der im nächtlichen Gewitter eine Auster trifft, konnte Perlen erzeugen.
Als Gabe Aphrodites, der Göttin der sinnlichen Liebe, Schönheit und Verführung, verehrte Hellas die Perle. Ihrer Geburt, so die Legende, sei auch die Geburt der Perlen zu verdanken. Denn als die Göttin, schaumgeboren und strahlend, einer Muschel entstieg, lösten sich Kaskaden von Wassertropfen und verwandelten sich in gleissendem Licht zu Perlen.